/boot stellt dem Bootloader (meist GRUB2 oder systemd-boot) die zum Start nötigen Artefakte bereit: komprimierte Kernel-Images (vmlinuz-*), Initial-RAM-Disks (initrd.img-*), Konfigurationsdateien, System.map-Dateien und teilweise die GRUB-Konfiguration selbst.

Zweck

/boot stellt dem Bootloader (meist GRUB2 oder systemd-boot) die zum Start nötigen Artefakte bereit: komprimierte Kernel-Images (vmlinuz-*), Initial-RAM-Disks (initrd.img-*), Konfigurationsdateien, System.map-Dateien und teilweise die GRUB-Konfiguration selbst.

Typische Inhalte

Pro installiertem Kernel liegen hier vier Dateien. Alte Kernel-Versionen bleiben als Fallback erhalten und werden vom Bootloader im Menü angeboten — nützlich, wenn ein Update fehlschlägt.

Bash
ls /boot
# vmlinuz-6.5.0-generic
# initrd.img-6.5.0-generic
# config-6.5.0-generic
# System.map-6.5.0-generic
# grub/

Separate /boot-Partition

Bei verschlüsselten Root-Filesystems (LUKS) oder BIOS-Systemen mit großer Festplatte wird /boot häufig auf eine eigene, unverschlüsselte Partition gelegt — der Bootloader kann sie ohne Krypto-Setup lesen. EFI-Systeme mounten zusätzlich eine FAT-formatierte EFI-System-Partition unter /boot/efi.

Aufräumen

Alte Kernel können /boot füllen und Updates blockieren. Mit apt autoremove (Debian/Ubuntu) oder dnf remove --oldinstallonly (Fedora) lassen sich nicht mehr benötigte Kernel sicher entfernen.

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