Das JSON (JavaScript Object Notation) ist ein leichtgewichtiges, textbasiertes Datenformat. In der Web-Entwicklung ist es heute der Standardweg, um strukturierte Daten zwischen Frontend, Backend, APIs und externen Diensten zu übertragen — und die übliche Form, in der Konfigurationsdateien moderner Werkzeuge geschrieben sind.

JSON entstammt der JavaScript-Syntax, ist aber sprachunabhängig: jede ernstzunehmende Programmiersprache kommt mit einem eingebauten oder etablierten JSON-Parser.

Datentypen

JSON kennt eine bewusst kleine Menge an Typen:

  • Objekt — geordnete Schlüssel-Wert-Paare in geschweiften Klammern.
  • Array — geordnete Liste in eckigen Klammern.
  • String — Text in doppelten Anführungszeichen.
  • Zahl — ganzzahlig oder Gleitkomma.
  • Booleantrue oder false.
  • Nullnull.

Mit dieser Handvoll Typen lassen sich überraschend viele Datenmodelle abbilden — und zwar so, dass sie in jeder Programmierumgebung lesbar bleiben.

Im Web-Alltag

JSON ist im Coding-Alltag allgegenwärtig:

  • API-Kommunikation — REST und GraphQL liefern Antworten praktisch immer als JSON.
  • Konfigurationpackage.json (Node.js), tsconfig.json (TypeScript), composer.json (PHP), app.json (Heroku) und unzählige andere.
  • Speicherung — viele Datenbanken (PostgreSQL, MariaDB, SQLite) bieten direkte JSON-Spalten und Funktionen.
  • Manuelle Datenpflege — vor allem für strukturierte Inhalte mit überschaubarer Komplexität.

Stärken und Grenzen

JSON ist beliebt, weil es schlicht ist. Aus dieser Schlichtheit ergeben sich aber auch seine Grenzen: keine Kommentare, keine festen Datums- oder Binärtypen, keine eingebaute Schemavalidierung. Werkzeuge wie JSON Schema schließen diese Lücken extern. Für Konfigurationsdateien mit viel manueller Pflege sind außerdem YAML und TOML beliebte Alternativen — beide erlauben Kommentare und sind für Menschen oft angenehmer zu lesen.

/ Weiter

Zurück zu Coding

Zur Übersicht