Ein Byte ist eine Datenmenge von typischerweise acht Bit und die wichtigste Grundeinheit, in der Speicher und Datenmengen in der digitalen Datenverarbeitung gemessen werden. Ein einzelnes Bit kann den Wert 0 oder 1 annehmen, ein Byte folglich einen von 256 möglichen Werten (0 bis 255).

Die meisten Programmierumgebungen, Datenformate und Protokolle bauen auf der Annahme „1 Byte = 8 Bit" auf. Historisch gab es Architekturen mit anderen Wortbreiten; im modernen Sprachgebrauch ist die 8-Bit-Definition durchgesetzt — formal als Octet bezeichnet, etwa in Netzwerk-Standards.

Größere Einheiten

Größere Datenmengen werden mit Vorsätzen ausgedrückt. Dabei existieren zwei Systeme nebeneinander:

  • Dezimal (SI) — Faktor 1000: kB, MB, GB, TB. Wird von Festplatten- und Bandbreiten-Angaben benutzt.
  • Binär (IEC) — Faktor 1024: KiB, MiB, GiB, TiB. Wird vom Arbeitsspeicher und vielen Betriebssystemen genutzt.

Die häufige Diskrepanz zwischen beworbener und angezeigter Festplattenkapazität rührt daher, dass Hersteller dezimal rechnen und manche Betriebssysteme binär anzeigen.

Bit oder Byte?

Wichtig ist die Unterscheidung in Schreibweise und Sprachgebrauch:

  • Byte wird mit großem B abgekürzt: MB, GB.
  • Bit wird mit kleinem b abgekürzt: Mb, Gb.

Bandbreiten von Internetanschlüssen werden üblicherweise in Bit pro Sekunde angegeben (Mbit/s), Datei- und Speichergrößen in Byte. Eine Verbindung mit 100 Mbit/s überträgt also rund 12,5 MB pro Sekunde — ein achtfacher Unterschied, der gern für Verwirrung sorgt.

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