Ein Datagramm ist ein in sich abgeschlossenes Datenpaket, das in verbindungslosen Netzwerkprotokollen — etwa UDP oder IP — übertragen wird. Anders als bei einer kontinuierlichen Verbindung trägt jedes Datagramm alle Informationen mit sich, die für seine Vermittlung nötig sind: Quelle, Ziel und Nutzdaten.
Datagramme können auf dem Weg verloren gehen, dupliziert oder in anderer Reihenfolge ankommen. Werden Zuverlässigkeit oder Reihenfolge benötigt, müssen darüberliegende Schichten dafür sorgen.
Aufbau
Ein Datagramm besteht typischerweise aus zwei Teilen:
- Header — Steuerinformationen wie Adressen, Längenangaben und Prüfsummen.
- Payload — die eigentlichen Nutzdaten.
Bei UDP ist der Header schlank (8 Byte), bei IP variabler (mindestens 20 Byte für IPv4, 40 Byte für IPv6).
Abgrenzung zu Segment und Frame
Im Sprachgebrauch der Netzwerktechnik werden Pakete je nach Schicht unterschiedlich benannt:
- Frame — Paketeinheit auf der Sicherungsschicht (z. B. Ethernet).
- Datagramm oder Paket — Einheit auf der Vermittlungsschicht (IP) oder bei verbindungslosen Transportprotokollen (UDP).
- Segment — Einheit beim verbindungsorientierten TCP.
Die Begriffe sind nicht streng getrennt, helfen aber, die Schicht zu benennen, von der die Rede ist.