Ein FQDN (Fully Qualified Domain Name) ist der vollständige, eindeutige Name eines Geräts oder Dienstes im DNS. Er besteht aus dem Hostnamen und allen übergeordneten Domain-Labels, getrennt durch Punkte, und führt bis zur Wurzel der DNS-Hierarchie.

Der FQDN ist im Internet weltweit eindeutig — anders als ein einfacher Hostname, der nur innerhalb seines lokalen Kontexts gültig ist.

Aufbau

Ein FQDN wird von links nach rechts vom Speziellsten zum Allgemeinsten aufgebaut:

Text
web01.intern.example.org.
└─┬─┘ └─┬──┘ └──┬──┘ └┬┘ └─ Wurzel (Root)
Host  Sub-    Domain TLD
      domain
  • Hostnameweb01, der einzelne Rechner.
  • Subdomainintern, ein Teilbereich der Domain.
  • Second-Level Domainexample, der eigentliche Domainname.
  • Top-Level Domain (TLD)org.
  • Root — der abschließende Punkt; in der Praxis meist weggelassen.

Der vollständig ausgeschriebene FQDN endet streng genommen mit einem Punkt, der die Wurzel kennzeichnet. In Konfigurationsdateien (z. B. DNS-Zonen) ist dieser Punkt durchaus relevant — er verhindert, dass automatisch ein Suffix angehängt wird.

Längen- und Format-Regeln

Aus den DNS-Standards ergeben sich technische Grenzen:

  • Maximal 63 Zeichen pro Label.
  • Maximal 253 Zeichen für den gesamten FQDN.
  • Erlaubte Zeichen: Buchstaben (a–z), Ziffern (0–9), Bindestrich (-).
  • Internationale Zeichen werden über IDN (Internationalized Domain Names) und das Verfahren Punycode in eine ASCII-Form übersetzt.

Abgrenzung zum Hostnamen

Während der Hostname ein einzelnes Label ist (web01), bezeichnet der FQDN die vollständige Adresse einschließlich Domain (web01.intern.example.org). Erst der FQDN ist im DNS auflösbar — der reine Hostname nur dann, wenn er um ein bekanntes Domain-Suffix ergänzt wird, etwa über die Search Domain im Resolver oder die lokale hosts-Datei.

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