Das HTTP (Hypertext Transfer Protocol) ist das zentrale Anwendungsprotokoll des Webs. Es definiert, wie ein Client — typischerweise ein Browser — Ressourcen wie HTML-Seiten, Bilder oder API-Daten von einem Server anfordert, und welche Antworten der Server dazu liefert.

HTTP ist text- bzw. nachrichtenorientiert und sitzt oberhalb von TCP (bzw. QUIC bei HTTP/3). Eine HTTP-Kommunikation besteht im Kern aus einem Request und einer Response.

Request-Methoden

Jeder Request nutzt eine Methode, die die Art der gewünschten Aktion beschreibt. Die wichtigsten:

  • GET — fordert eine Ressource an, ohne sie zu verändern.
  • POST — sendet Daten an den Server, üblicherweise zur Erzeugung neuer Ressourcen.
  • PUT — ersetzt eine Ressource vollständig.
  • PATCH — ändert eine Ressource teilweise.
  • DELETE — löscht eine Ressource.
  • HEAD — wie GET, aber ohne Antwortkörper.
  • OPTIONS — fragt unterstützte Methoden oder CORS-Regeln ab.

Statuscodes

Die Antwort enthält einen dreistelligen Statuscode, gegliedert in fünf Klassen:

  • 1xx — informativ.
  • 2xx — erfolgreich (z. B. 200 OK, 201 Created).
  • 3xx — Weiterleitung (z. B. 301 Moved Permanently, 304 Not Modified).
  • 4xx — Fehler des Clients (z. B. 404 Not Found, 401 Unauthorized).
  • 5xx — Fehler des Servers (z. B. 500 Internal Server Error, 503 Service Unavailable).

Sowohl Requests als auch Responses tragen Header — Schlüssel-Wert-Paare, die Metadaten transportieren: gewünschte Sprachen, Cookies, Cache-Hinweise, Inhaltstyp, Authentifizierung. Header sind ein zentrales Steuerungsinstrument von HTTP.

Versionen

HTTP hat sich in mehreren Schritten weiterentwickelt:

  • HTTP/1.1 — textbasiert, eine Anfrage pro Verbindung (mit Keep-Alive auch mehrere nacheinander).
  • HTTP/2 — binär, multiplexiert mehrere parallele Anfragen über eine Verbindung.
  • HTTP/3 — setzt auf QUIC über UDP statt TCP und reduziert Latenz weiter.

In allen Versionen bleibt das semantische Modell von Methoden, Statuscodes und Headern erhalten.

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