Eine IP-Adresse ist die numerische Kennung eines Geräts in einem Netzwerk, das auf dem Internet Protocol (IP) basiert. Sie identifiziert sowohl den Sender als auch den Empfänger von Datenpaketen und ist Voraussetzung dafür, dass Geräte gezielt miteinander kommunizieren können.

Jedes Gerät, das mit einem IP-Netzwerk verbunden ist — sei es ein Server, ein Laptop, ein Smartphone oder ein vernetzter Sensor — benötigt mindestens eine IP-Adresse, um erreichbar zu sein.

IPv4 und IPv6

Es existieren zwei aktive Versionen des Protokolls:

  • IPv4 verwendet 32-Bit-Adressen, üblicherweise dargestellt als vier durch Punkte getrennte Dezimalzahlen, z. B. 192.0.2.10. Der Adressraum umfasst rund 4,3 Milliarden Adressen.
  • IPv6 verwendet 128-Bit-Adressen, dargestellt als acht durch Doppelpunkte getrennte Hexadezimalblöcke, z. B. 2001:db8::1. Der Adressraum ist praktisch unerschöpflich.

Beide Versionen werden parallel betrieben (Dual-Stack), wobei IPv6 langfristig IPv4 ablösen soll, da der IPv4-Adressraum erschöpft ist.

Öffentliche und private Adressen

IP-Adressen werden in zwei Kategorien unterteilt:

  • Öffentliche Adressen sind im Internet weltweit eindeutig und werden von der IANA über regionale Registrare vergeben.
  • Private Adressen (z. B. 10.0.0.0/8, 192.168.0.0/16) sind nur innerhalb eines lokalen Netzwerks gültig und werden über NAT an öffentliche Adressen gekoppelt, wenn Datenverkehr ins Internet geht.

Statisch oder dynamisch

Eine IP-Adresse kann einem Gerät dauerhaft zugewiesen werden (statisch) oder bei jeder Verbindung neu vergeben werden (dynamisch, üblicherweise per DHCP). Server haben in der Regel statische Adressen, Endgeräte meist dynamische.

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