Das JSON (JavaScript Object Notation) ist ein leichtgewichtiges, textbasiertes Datenformat für den strukturierten Austausch von Informationen. Es entstammt der JavaScript-Syntax, ist aber sprachunabhängig: praktisch jede Programmiersprache kennt einen JSON-Parser.

JSON hat sich als Standard-Format für Web-APIs, Konfigurationsdateien und einfache Datenablagen etabliert. Sein Erfolg liegt in der Kombination aus geringer Komplexität, guter Lesbarkeit und ausreichender Ausdrucksmächtigkeit.

Datentypen

JSON kennt eine bewusst kleine Menge an Typen:

  • Objekt — geordnete Sammlung von Schlüssel-Wert-Paaren in geschweiften Klammern.
  • Array — geordnete Liste in eckigen Klammern.
  • String — Text in doppelten Anführungszeichen.
  • Zahl — ganzzahlig oder Gleitkomma, ohne explizite Trennung.
  • Booleantrue oder false.
  • Nullnull.

Beispiel

JSON
{
    "id": 42,
    "titel": "Hostname",
    "tags": ["netzwerk", "dns"],
    "veroeffentlicht": true,
    "autor": null
}

Stärken und Grenzen

JSON ist beliebt, weil es schlicht ist — und seine Grenzen ergeben sich aus genau dieser Schlichtheit:

  • Keine Kommentare — der offizielle Standard erlaubt sie nicht. Varianten wie JSON5 oder JSONC erweitern das, sind aber inkompatibel.
  • Keine festen Datums- oder Binärtypen — Datumswerte werden meist als ISO-8601-String, Binärdaten als Base64 codiert.
  • Keine Schemavalidierung im Format selbst — diese übernimmt JSON Schema als separate Spezifikation.

Verwandte Formate

In bestimmten Szenarien werden alternative Formate eingesetzt:

  • YAML — lesbarer, mit Kommentaren, häufig für Konfigurationen.
  • TOML — ebenfalls für Konfigurationen, mit klarer Typisierung.
  • MessagePack / CBOR — binäre Varianten mit ähnlicher Datenmodellstruktur, kompakter und schneller.
  • Protocol Buffers — schemabasiertes Binärformat, in gRPC-APIs üblich.

JSON bleibt überall dort die erste Wahl, wo Lesbarkeit und einfache Tooling-Unterstützung wichtiger sind als minimale Größe oder maximale Performance.

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