Das NAT (Network Address Translation) ist ein Verfahren, bei dem ein Router IP-Adressen — und meist auch Ports — beim Durchqueren der Netzgrenze umschreibt. Klassischer Anwendungsfall: Geräte in einem privaten Netz nutzen lokal Adressen wie 192.168.0.0/16, der Router ersetzt diese beim Verbindungsaufbau ins Internet durch seine eigene öffentliche IP-Adresse.

NAT entstand als pragmatische Antwort auf die Knappheit des IPv4-Adressraums. Es erlaubt, viele Geräte hinter einer einzigen öffentlichen Adresse zu betreiben, und wirkt nebenbei als simple Barriere gegen ungewollte eingehende Verbindungen.

Funktionsweise

Beim Aufbau einer ausgehenden Verbindung legt der NAT-Router einen Eintrag in einer Übersetzungstabelle an. Darin merkt er sich:

  • die ursprüngliche private Quell-IP und den Quell-Port,
  • die nach außen verwendete öffentliche IP und den Port,
  • Ziel-IP und Ziel-Port.

Antwortpakete werden anhand dieser Tabelle wieder dem ursprünglichen Gerät zugeordnet. Ist die Verbindung beendet oder läuft ein Timeout ab, wird der Eintrag gelöscht.

Varianten

Im Sprachgebrauch werden mehrere Spielarten unterschieden:

  • Statisches NAT — feste 1:1-Zuordnung zwischen privater und öffentlicher Adresse.
  • Dynamisches NAT — Adressen aus einem Pool werden bei Bedarf zugeordnet.
  • PAT (Port Address Translation) oder NAT Overload — viele private Adressen teilen sich eine öffentliche Adresse, die Unterscheidung erfolgt über den Port. Dies ist die übliche Form in Heim- und Unternehmensnetzen.
  • Carrier-Grade NAT (CGNAT) — wird von Internetanbietern eingesetzt, um mehrere Kunden hinter einer öffentlichen Adresse zusammenzufassen.

Konsequenzen

NAT ist verbreitet, hat aber Nebenwirkungen: eingehende Verbindungen sind ohne Port-Forwarding nicht möglich, manche Protokolle benötigen zusätzliche Helfer (z. B. SIP-ALG, STUN/TURN), und Ende-zu-Ende-Erreichbarkeit geht verloren. IPv6 wurde ausdrücklich so entworfen, dass NAT überflüssig wird.

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