Ein Subnetz ist ein logisch abgegrenzter Teilbereich eines IP-Netzes. Es fasst eine Gruppe von IP-Adressen zusammen, die sich denselben Netzanteil teilen und ohne Router direkt miteinander kommunizieren können.

Subnetze dienen mehreren Zwecken: Sie strukturieren große Netze in handhabbare Einheiten, begrenzen die Reichweite von Broadcasts, und erlauben unterschiedliche Sicherheitszonen — etwa eine Trennung zwischen Server-, Client- und Verwaltungsnetz.

Subnetzmaske und CIDR

Eine IP-Adresse zerfällt in einen Netzanteil und einen Hostanteil. Welcher Teil welcher ist, legt die Subnetzmaske fest:

  • Klassische Schreibweise: 255.255.255.0
  • CIDR-Notation: /24

In beiden Fällen gehören die ersten 24 Bit zum Netz, die restlichen 8 Bit zum Host. Mit /24 lassen sich folglich 256 Adressen adressieren — abzüglich Netz- und Broadcast-Adresse bleiben 254 nutzbare Hosts.

Die Logik gilt analog für IPv6: dort dominiert die CIDR-Notation, übliche Subnetz-Größen sind /64 für Endkundennetze.

Beispiel

Das Netz 192.168.10.0/24 umfasst:

  • Netz-Adresse: 192.168.10.0
  • Erste Host-Adresse: 192.168.10.1
  • Letzte Host-Adresse: 192.168.10.254
  • Broadcast-Adresse: 192.168.10.255

Geräte mit Adressen aus diesem Bereich können sich gegenseitig direkt erreichen. Verkehr zu Adressen außerhalb dieses Bereichs läuft über das Standard-Gateway.

Aufteilung in mehrere Subnetze

Aus einem größeren Netz lassen sich mehrere kleinere Subnetze bilden, indem die Subnetzmaske verlängert wird. So wird 192.168.10.0/24 durch /26 in vier Subnetze mit je 64 Adressen geteilt — ein Vorgang, der als Subnetting bezeichnet wird.

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