Beton-, Estrich- & Mörtelrechner
Mengenermittlung für Frischbeton, Zementestrich oder Mauermörtel — Volumen über Direkteingabe oder Geometrie (Platte, Wand, Säule), aufgeschlüsselt in Zement, Sand, Kies, Kalk und Wasser inklusive Sack-Hochrechnung.
Was wird angemischt?
Modus wählen, dann passende Rezeptur. Faustformel-Werte pro m³ Frischmaterial — bei statisch relevanten Bauteilen die Vorgabe von Statik oder Bauleitung beachten.
Beton, Estrich oder Mörtel?
Mischung wählen
Wieviel wird gebraucht?
Volumen direkt eingeben oder über die Geometrie ermitteln lassen. Verschnitt deckt Verluste durch Pumpen, Verdichten und kleine Mengen an den Rändern ab.
Wie soll das Volumen ermittelt werden?
Volumen direkt eingeben
Reserve / Verschnitt einplanen
Praxis-Standard sind 5–10 %. Bei Pumpenförderung oder schwieriger Schalung eher 10 %.
Materialbedarf
Komponenten in Kilogramm bzw. Liter, hochgerechnet auf das effektive Volumen inklusive Verschnitt. Sack-Hochrechnung bezieht sich auf 25-kg-Säcke.
Beton, Estrich, Mörtel — was ist was?
Drei Baustoffe, die im Alltag oft verwechselt werden — sie sehen ähnlich aus und enthalten alle Zement, unterscheiden sich aber in Korngröße, Bindemittel-Menge und Einsatzgebiet. Beton ist der tragende Allrounder mit grobem Zuschlag (Kies oder Splitt). Estrich ist die feine Variante ohne Kies, gedacht als ebener Untergrund für Bodenbeläge. Mörtel ist das klebende Bindeglied — zwischen Mauersteinen oder als Putzbett auf der Wand.
Festigkeitsklassen beim Beton
Die Klassenbezeichnung C20/25 bedeutet: 20 N/mm² Druckfestigkeit am Zylinder, 25 N/mm² am Würfel — gemessen nach 28 Tagen. Für nicht tragende Bauteile (Wegplatten, kleine Punktfundamente) reicht C8/10 oder C12/15. Für Streifen- und Bodenfundamente, Stützen und tragende Bauteile ist C20/25 oder C25/30 Standard. Bei statisch relevanten Bauteilen bestimmt die Statik die Klasse — Faustformeln aus dem Internet sind dann das falsche Maß.
Wasserzementwert (W/Z)
Der W/Z-Wert ist das Verhältnis von Wassermasse zu Zementmasse — und einer der wichtigsten Hebel für die Beton-Qualität. Niedrige Werte (0,40–0,50) ergeben festen, dichten Beton, lassen sich aber kaum noch von Hand verarbeiten. Werte über 0,60 sind weich und gut zu verarbeiten, verlieren aber merklich an Festigkeit und werden anfälliger für Frostschäden. Faustformel: so wenig Wasser wie nötig — eher länger rühren als zusätzliches Wasser zugeben.
Verschnitt und Reserve
Selbst bei sorgfältiger Berechnung kommt am Ende nie genau die kalkulierte Menge im Bauteil an. Mörtel bleibt am Mischer kleben, beim Pumpen geht etwas in der Leitung verloren, an den Rändern wird großzügig abgezogen. 5–10 % Reserve sind Standard; bei Pumpbeton, langen Förderwegen oder schwieriger Schalung eher 10 %. Lieber etwas zu viel ordern als am Ende mit einem zweiten Mischer-Kommen das Bauteil mit kalter Fuge schwächen.