Torus Oberfläche
Oberfläche eines Torus mit großem Radius R und kleinem Radius r: O = 4 · π² · R · r.
Torus Oberfläche berechnen
Oberfläche eines Torus mit großem Radius R und kleinem Radius r: O = 4 · π² · R · r.
Was ist die Torusoberfläche?
Auch die Oberfläche eines Torus lässt sich elegant mit dem Satz von Guldin gewinnen: Sie ist gleich dem Umfang des Querschnittskreises (2·π·r) mal dem Weg des Schwerpunktes (2·π·R):
O = (2 · π · r) · (2 · π · R) = 4 · π² · R · r
Sie ist die Mantelfläche, die ein gebogenes Rohr aus geometrischer Sicht hat — relevant für Beschichtungen, Lackierungen und Wärmeübergänge an Heizregistern.
Die Formel
O = 4 · π² · R · r
mit:
R = Abstand Mittelachse → Rohrzentrum
r = Radius des RohrquerschnittsDie Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| R | Großer Radius | Länge | Abstand der Drehachse zum Rohrzentrum. |
| r | Kleiner Radius | Länge | Radius des Rohrquerschnitts. |
| O | Oberfläche | Länge² | Gesamte Außenhaut des Rings. |
Minimal-Beispiel
Oberfläche bei R = 5, r = 1:
O = 4 · π² · 5 · 1
= 20 · π²
≈ 197,39Praxis-Beispiele
Beispiel 1 — Lackieren eines Donut-Schilds
Ein Werbeobjekt in Donut-Form hat R = 0,40 m und r = 0,15 m. Welche Fläche muss lackiert werden?
O = 4 · π² · 0,40 · 0,15
= 4 · π² · 0,06
≈ 2,369 m²Beispiel 2 — Wärmeübertragerregister
Ein gebogenes Heizrohr (R = 0,50 m, r = 0,012 m) wirkt als Wärmeübertrager. Welche Wärmeaustauschfläche bietet es?
O = 4 · π² · 0,50 · 0,012
= 4 · π² · 0,006
≈ 0,2369 m²Beispiel 3 — Verzinkungsfläche eines Rohrbogens
Ein 90°-Rohrbogen mit R = 0,30 m und r = 0,025 m soll verzinkt werden. Die volle Torusfläche entspricht einem 360°-Bogen — also vier 90°-Bögen:
O_voll = 4 · π² · 0,30 · 0,025
≈ 0,2961 m²
O_90° = O_voll / 4
≈ 0,074 m²Beispiel 4 — Vergleich Torus ↔ Mantel eines geraden Rohrs
Wieder gilt: Torusoberfläche = Mantel des geraden Rohrs gleicher Länge.
R = 0,50 m, r = 0,05 m
L_rohr = 2 · π · 0,50 ≈ 3,142 m
O_torus = 4 · π² · 0,50 · 0,05 ≈ 0,987 m²
O_rohr = 2 · π · 0,05 · 3,142 ≈ 0,987 m²Beispiel 5 — Materialverhältnis dicker vs. dünner Ring
Bei R = 0,20 m, r = 0,10 m (dicker Ring):
O = 4 · π² · 0,20 · 0,10
= 4 · π² · 0,02
≈ 0,790 m²Im Verhältnis zur Querschnittsfläche (Volumen) ist die Oberfläche eines dünnen Rings deutlich größer — entscheidend für Kühlbleche und Heizregister, die viel Oberfläche bei wenig Materialvolumen brauchen.