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Betrag einer komplexen Zahl

Länge des Zeigers in der Gaußschen Zahlenebene: |z| = √(a² + b²). Entspricht dem euklidischen Abstand vom Ursprung.

Betrag einer komplexen Zahl
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Betrag einer komplexen Zahl berechnen

Länge des Zeigers in der Gaußschen Zahlenebene: |z| = √(a² + b²). Entspricht dem euklidischen Abstand vom Ursprung.

|z| = (a² + b²)

Was ist der Betrag einer komplexen Zahl?

In der Gaußschen Zahlenebene wird z = a + b·i als Pfeil vom Ursprung zum Punkt (a; b) gezeichnet. Der Betrag |z| ist die Länge dieses Pfeils — die direkte Anwendung des Satzes des Pythagoras auf die Katheten a und b.

Der Betrag ist stets reell und nicht-negativ. Er erfüllt |z₁ · z₂| = |z₁| · |z₂| und die Dreiecksungleichung |z₁ + z₂| ≤ |z₁| + |z₂|.

Die Formel

Formel Betrag
|z| = √(a² + b²)

Äquivalent:  |z|² = z · z̄

Die zweite Form ist algebraisch nützlich, weil sie ohne Wurzel auskommt — sie taucht z. B. bei der Division komplexer Zahlen im Nenner auf.

Die Variablen

SymbolBedeutungEinheitErklärung
aRealteilRealteil von z.
bImaginärteilImaginärteil von z.
rBetragz

Minimal-Beispiel

z = 3 + 4·i:

Rechnung Beispiel
|z| = √(3² + 4²)
    = √(9 + 16)
    = √25
    = 5

Praxis-Beispiele

Beispiel 1 — Wechselstrom: Scheinwiderstand

Eine Reihenschaltung aus Widerstand R = 30 Ω und induktivem Blindwiderstand X_L = 40 Ω hat die komplexe Impedanz Z = 30 + 40·i. Der Scheinwiderstand |Z| ist:

Rechnung Impedanzbetrag
|Z| = √(30² + 40²)
    = √(900 + 1.600)
    = √2.500
    = 50 Ω

Beispiel 2 — Quantenmechanik: Wahrscheinlichkeit

Die Wahrscheinlichkeit, einen Zustand zu messen, ist |ψ|². Für ψ = 0,6 + 0,8·i:

Rechnung |ψ|²
|ψ|² = 0,6² + 0,8²
     = 0,36 + 0,64
     = 1,00  (normiert)

Beispiel 3 — Schule: Imaginärteil dominiert

z = −2 + 5·i:

Rechnung Negative Realteile
|z| = √((−2)² + 5²)
    = √(4 + 25)
    = √29
    ≈ 5,385

Beispiel 4 — Reine imaginäre Zahl

z = 0 + 7·i:

Rechnung Rein imaginär
|z| = √(0² + 7²)
    = √49
    = 7

Der Betrag entspricht hier dem Imaginärteil.