Pearson-Korrelationskoeffizient
r misst die Stärke des linearen Zusammenhangs zweier Reihen: r = Σ(xᵢ − x̄)(yᵢ − ȳ) / √(Σ(xᵢ − x̄)² · Σ(yᵢ − ȳ)²). Werte zwischen −1 und +1.
Pearson-Korrelationskoeffizient berechnen
r misst die Stärke des linearen Zusammenhangs zweier Reihen: r = Σ(xᵢ − x̄)(yᵢ − ȳ) / √(Σ(xᵢ − x̄)² · Σ(yᵢ − ȳ)²). Werte zwischen −1 und +1.
Was ist die Pearson-Korrelation?
Der Pearson-Korrelationskoeffizient r misst, wie stark zwei Größen linear zusammenhängen. Er liegt stets im Bereich −1 ≤ r ≤ +1:
- r = +1 perfekter positiver linearer Zusammenhang
- r ≈ +0,7 starker positiver Zusammenhang
- r ≈ 0 kein linearer Zusammenhang
- r ≈ −0,7 starker negativer Zusammenhang
- r = −1 perfekter negativer linearer Zusammenhang
Wichtig: r misst nur lineare Abhängigkeit. Bei nichtlinearen Zusammenhängen (z. B. y = x²) kann r ≈ 0 sein, obwohl ein klarer Zusammenhang existiert. Außerdem: Korrelation ≠ Kausalität.
Die Formel
Σ(xᵢ − x̄)(yᵢ − ȳ)
r = ─────────────────────────────
√(Σ(xᵢ − x̄)² · Σ(yᵢ − ȳ)²)Die Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| xᵢ | x-Werte | beliebig | n Werte der ersten Datenreihe. |
| yᵢ | y-Werte | beliebig | n Werte der zweiten Datenreihe. |
| x̄, ȳ | Mittelwerte | wie xᵢ/yᵢ | Arithmetische Mittel der Reihen. |
| r | Korrelation | — | Pearson-r ∈ [−1, +1]. |
Minimal-Beispiel
x = 1, 2, 3, 4, 5 und y = 2, 4, 5, 4, 5:
x̄ = 3, ȳ = 4
Σ(xᵢ − x̄)(yᵢ − ȳ) = (−2)(−2) + (−1)(0) + (0)(1) + (1)(0) + (2)(1)
= 4 + 0 + 0 + 0 + 2 = 6
Σ(xᵢ − x̄)² = 10
Σ(yᵢ − ȳ)² = 6
r = 6 / √(10 · 6)
= 6 / √60
≈ 0,7746Praxis-Beispiele
Beispiel 1 — Lernzeit & Klausurpunkte
Lernstunden: 2, 4, 6, 8, 10. Punkte: 55, 65, 75, 85, 95.
Perfekte Lineargerade — r = +1.
Interpretation: Lernzeit erklärt hier 100 %
der Punkteunterschiede (Bestimmtheitsmaß R² = 1).Beispiel 2 — Außentemperatur & Heizkosten
Temperatur (°C): 0, 5, 10, 15, 20. Kosten (€): 95, 80, 65, 50, 30.
Mit steigender Temperatur sinken die Kosten linear.
r ≈ −0,998
→ starker negativer Zusammenhang.Beispiel 3 — Schuhgröße & Mathenote
Schuhgröße: 36, 38, 41, 43, 45. Mathenote: 2, 3, 1, 4, 2.
x̄ = 40,6; ȳ = 2,4
Σ(xᵢ − x̄)(yᵢ − ȳ) ≈ 0,2
r ≈ 0,02
→ praktisch kein linearer Zusammenhang.Beispiel 4 — Werbung & Umsatz
Werbeausgaben (k€): 5, 10, 15, 20, 25, 30. Umsatz (k€): 50, 70, 95, 110, 130, 155.
x̄ = 17,5; ȳ = 101,67
r ≈ +0,997
→ sehr starker positiver Zusammenhang.
Aber Vorsicht: Korrelation belegt nicht, dass Werbung
den Umsatz verursacht — vielleicht steigt beides
gemeinsam mit dem Markt.Beispiel 5 — Nichtlinearer Fall
x = −3, −2, −1, 0, 1, 2, 3. y = x²: 9, 4, 1, 0, 1, 4, 9.
Symmetrisch um x = 0, daher
Σ(xᵢ − x̄)(yᵢ − ȳ) = 0 → r = 0
Obwohl y = x² ein perfekter Zusammenhang ist,
ist er nicht LINEAR. Pearson „sieht" ihn nicht.