RLC-Reihenimpedanz
Gesamtimpedanz einer RLC-Reihenschaltung: Z = √(R² + (X_L − X_C)²).
RLC-Reihenimpedanz berechnen
Gesamtimpedanz einer RLC-Reihenschaltung: Z = √(R² + (X_L − X_C)²).
- Z — Impedanz
- R — Widerstand
Was ist die Impedanz einer RLC-Reihenschaltung?
In der Reihenschaltung aus Widerstand R, Spule L und Kondensator C fließt überall derselbe Strom, aber die Spannungen sind phasenverschoben. R erzeugt eine in Phase liegende Spannung, X_L eilt um 90° vor, X_C um 90° nach. Die Gesamtimpedanz Z ergibt sich aus der vektoriellen (pythagoräischen) Addition.
Bei X_L = X_C heben sich die Blindanteile auf und Z = R — das ist die Resonanz.
Die Formel
Z = √(R² + (X_L − X_C)²)
Umstellung:
R = √(Z² − (X_L − X_C)²)X_L und X_C sind selbst frequenzabhängig (X_L = 2π · f · L, X_C = 1 / (2π · f · C)) — Z hängt also über X_L und X_C von der Frequenz ab.
Die Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| Z | Impedanz | Ω | Gesamtimpedanz der Reihenschaltung. |
| R | Widerstand | Ω | Ohmscher Anteil. |
| X_L | Induktive Reaktanz | Ω | Induktiver Blindwiderstand. |
| X_C | Kapazitive Reaktanz | Ω | Kapazitiver Blindwiderstand. |
Minimal-Beispiel
R = 100 Ω, X_L = 150 Ω, X_C = 80 Ω:
Z = √(100² + (150 − 80)²)
= √(10.000 + 4.900)
= √14.900
≈ 122,1 ΩPraxis-Beispiele
Beispiel 1 — Bandpassfilter bei verschiedenen Frequenzen
R = 50 Ω, L = 10 mH, C = 1 μF — bei f = 1 kHz:
X_L = 2π · 1.000 · 0,01 ≈ 62,8 Ω
X_C = 1 / (2π · 1.000 · 10⁻⁶) ≈ 159,2 Ω
Z = √(50² + (62,8 − 159,2)²)
= √(2.500 + 9.292)
≈ 108,6 ΩBeispiel 2 — In Resonanz
Selbe Schaltung, f₀ ≈ 1.591 Hz (X_L = X_C):
Z = √(R² + 0²) = R = 50 ΩIn der Reihenresonanz wird die Impedanz minimal — Strom maximal.
Beispiel 3 — Hochfrequenz weit über Resonanz
R = 50 Ω, X_L = 1.000 Ω, X_C = 10 Ω:
Z = √(50² + 990²)
= √(2.500 + 980.100)
≈ 991,3 ΩSpule dominiert — die Schaltung wirkt induktiv.
Beispiel 4 — Niederfrequenz weit unter Resonanz
R = 50 Ω, X_L = 5 Ω, X_C = 2.000 Ω:
Z = √(50² + (5 − 2.000)²)
= √(2.500 + 3.980.025)
≈ 1.995,6 ΩKondensator dominiert — kapazitiv.
Beispiel 5 — R aus Z bestimmen
Gemessen: Z = 200 Ω, X_L = 120 Ω, X_C = 50 Ω.
R = √(Z² − (X_L − X_C)²)
= √(40.000 − 4.900)
= √35.100
≈ 187,4 Ω