Photonenenergie
Energie eines Lichtquants: E = h · f mit h = 6,62607015·10⁻³⁴ J·s. Grundlage des Photoeffekts und der Quantenoptik.
Photonenenergie berechnen
Energie eines Lichtquants: E = h · f mit h = 6,62607015·10⁻³⁴ J·s. Grundlage des Photoeffekts und der Quantenoptik.
- E — Energie
- f — Frequenz
Was ist die Photonenenergie?
Nach Einsteins Erklärung des Photoeffekts (1905) trägt jedes Lichtquant — ein Photon — eine diskrete Energie, die nur von der Frequenz abhängt:
E = h · f
mit dem Planckschen Wirkungsquantum h = 6,62607015·10⁻³⁴ J·s. Höhere Frequenz bedeutet höhere Energie. Sichtbares Licht trägt etwa 1,6 – 3,3 eV pro Photon — gerade genug, um Bindungselektronen aus vielen Metallen herauszulösen.
Die Formel
E = h · f
Umstellung:
f = E / h
Konstante:
h = 6,62607015·10⁻³⁴ J·s
Mit Wellenlänge:
E = h · c / λUmrechnung in Elektronenvolt: 1 eV = 1,602176634·10⁻¹⁹ J. Photonenenergien werden in der Praxis fast immer in eV angegeben.
Die Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| E | Energie | J | Energie eines einzelnen Photons. |
| f | Frequenz | Hz | Frequenz der elektromagnetischen Welle. |
Minimal-Beispiel
Grünes Laserlicht mit f = 5,64·10¹⁴ Hz (entspricht λ = 532 nm):
E = h · f
= 6,626·10⁻³⁴ · 5,64·10¹⁴
≈ 3,737·10⁻¹⁹ J
≈ 2,33 eVPraxis-Beispiele
Beispiel 1 — UV-Photon ionisiert Luft
UV-Licht bei λ = 200 nm: kann es Stickstoffmoleküle ionisieren (Bindungsenergie ≈ 15,6 eV)?
f = c / λ
= 2,998·10⁸ / 2,00·10⁻⁷
≈ 1,499·10¹⁵ Hz
E = h · f
≈ 9,93·10⁻¹⁹ J
≈ 6,2 eV
6,2 eV < 15,6 eV ⇒ reicht nicht ausErst Vakuum-UV ab etwa 80 nm liefert genug Energie pro Photon — das ist auch der Grund, warum UV-Sterilisation mit 254 nm Bindungen aufbricht, aber nur teilweise ionisiert.
Beispiel 2 — Photoeffekt an Cäsium
Cäsium hat eine Austrittsarbeit von W = 1,95 eV. Welche Wellenlänge muss Licht maximal haben, um den Photoeffekt auszulösen?
E_min = W
= 1,95 eV
= 1,95 · 1,602·10⁻¹⁹ J
≈ 3,124·10⁻¹⁹ J
λ_max = h · c / E_min
= 6,626·10⁻³⁴ · 2,998·10⁸ / 3,124·10⁻¹⁹
≈ 6,36·10⁻⁷ m
≈ 636 nm (Rot)Cäsium reagiert empfindlich bis ins rote Licht — daher seine Verwendung in lichtempfindlichen Kathoden.
Beispiel 3 — Röntgenphoton
Ein Röntgenphoton aus einer Mo-Kα-Linie hat λ = 0,071 nm. Energie?
f = c / λ
= 2,998·10⁸ / 7,1·10⁻¹¹
≈ 4,222·10¹⁸ Hz
E ≈ 2,80·10⁻¹⁵ J
≈ 17,5 keVGenug, um durch Weichgewebe zu dringen — Standard in der Materialdiagnostik.
Beispiel 4 — Solarzelle und Bandlücke
Silizium hat eine Bandlücke E_g = 1,12 eV. Welche Wellenlängen kann eine Si-Solarzelle nutzen?
λ_max = h · c / E_g
= 6,626·10⁻³⁴ · 2,998·10⁸ / (1,12 · 1,602·10⁻¹⁹)
≈ 1,11·10⁻⁶ m
≈ 1107 nm (nahes Infrarot)Si-Zellen absorbieren das gesamte sichtbare Spektrum plus etwas IR — die langwelligen Photonen darüber tragen nicht zum Strom bei.
Beispiel 5 — Photonenzahl pro Sekunde
Eine 5-mW-Laserdiode emittiert bei λ = 650 nm. Wie viele Photonen pro Sekunde?
E_ph = h · c / λ
= 6,626·10⁻³⁴ · 2,998·10⁸ / 6,5·10⁻⁷
≈ 3,056·10⁻¹⁹ J
N/t = P / E_ph
= 5,0·10⁻³ / 3,056·10⁻¹⁹
≈ 1,64·10¹⁶ Photonen/sSelbst eine schwache Laserpointer-Diode wirft ~ 10¹⁶ Photonen pro Sekunde aus — quantenmechanisch erscheint Licht erst bei extrem schwachen Quellen körnig.