Selektionskoeffizient
Selektionskoeffizient als Maß für den Fitness-Nachteil eines Genotyps: s = 1 − w. Bei s = 0 keine Selektion, bei s = 1 vollständiger Selektionsdruck (Letalität).
Selektionskoeffizient berechnen
Selektionskoeffizient als Maß für den Fitness-Nachteil eines Genotyps: s = 1 − w. Bei s = 0 keine Selektion, bei s = 1 vollständiger Selektionsdruck (Letalität).
- s — Selektionskoeffizient
- w — Relative Fitness
Worum geht es?
Der Selektionskoeffizient s misst, wie stark ein Genotyp gegenüber dem fittesten Genotyp im Nachteil ist. Definiert man die relative Fitness w so, dass der fitteste Genotyp w = 1 hat, ergibt sich der Nachteil als Komplement zur 1:
s = 1 − w
Ein Wert von s = 0 entspricht keiner Selektion, s = 1 bedeutet vollständige Letalität (kein Reproduktionserfolg). Werte dazwischen quantifizieren den Anteil an Nachkommen, der durch Selektion verloren geht.
Die Formel
s = 1 − w
Umstellung:
w = 1 − sDie Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| s | Selektionskoeffizient | — | Relative Fitness-Reduktion (0 … 1). |
| w | Relative Fitness | — | Fitness relativ zum fittesten Genotyp (0 … 1). |
Minimal-Beispiel
Ein Genotyp hat w = 0,8.
s = 1 − w
= 1 − 0,8
= 0,2Praxis-Beispiele
Beispiel 1 — Schwacher Nachteil
Ein heterozygoter Genotyp produziert 95 % der Nachkommen des fittesten Genotyps.
s = 1 − 0,95
= 0,05Beispiel 2 — Starker Nachteil
Eine rezessive Erbkrankheit reduziert die Fitness auf w = 0,3.
s = 1 − 0,3
= 0,7Beispiel 3 — Letales Allel
Ein homozygot letales Allel hat w = 0.
s = 1 − 0 = 1