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Allelfrequenz Hardy-Weinberg

Allelfrequenzen nach dem Hardy-Weinberg-Gleichgewicht: p + q = 1. Aus der Frequenz eines Allels folgt direkt die des anderen.

Allelfrequenz Hardy-Weinberg
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Allelfrequenz Hardy-Weinberg berechnen

Allelfrequenzen nach dem Hardy-Weinberg-Gleichgewicht: p + q = 1. Aus der Frequenz eines Allels folgt direkt die des anderen.

Lösen für
p = 1 - q

Worum geht es?

Im Hardy-Weinberg-Gleichgewicht beschreibt p die Frequenz des dominanten Allels A und q die des rezessiven Allels a. Da beide Allele zusammen 100 % aller Allele eines Genorts in der Population ausmachen, gilt strikt:

p + q = 1

Die Beziehung gilt für idealisierte Populationen ohne Selektion, Mutation, Migration, Gendrift und mit zufälliger Paarung. Aus einer bekannten Allelfrequenz folgt die andere unmittelbar.

Die Formel

Formel Hardy-Weinberg Allele
p + q = 1

Umstellungen:
    p = 1 - q
    q = 1 - p

Die Variablen

SymbolBedeutungEinheitErklärung
pFrequenz Allel AHäufigkeit des dominanten Allels (0 … 1).
qFrequenz Allel aHäufigkeit des rezessiven Allels (0 … 1).

Minimal-Beispiel

Liegt das rezessive Allel bei q = 0,3, so folgt:

Rechnung p aus q
p = 1 - q
  = 1 - 0,3
  = 0,7

Praxis-Beispiele

Beispiel 1 — Blutgruppensystem (Allel)

Bei einem Locus liegt p = 0,82.

Rechnung q aus p
q = 1 - 0,82
  = 0,18

Beispiel 2 — Seltene Erbkrankheit

Das krankheitsauslösende Allel hat eine Frequenz von q = 0,02.

Rechnung p berechnen
p = 1 - 0,02 = 0,98

Beispiel 3 — Schulbeispiel

Eine Klassenuntersuchung ergibt p = 0,6.

Rechnung q berechnen
q = 1 - 0,6 = 0,4