Mendel Monohybrid (3 :1)
Erwartete Phänotyp-Verhältnisse bei einem monohybriden Erbgang in der F2-Generation: Ndom = N · 3/4, Nrez = N · 1/4.
Mendel Monohybrid (3:1) berechnen
Erwartete Phänotyp-Verhältnisse bei einem monohybriden Erbgang in der F2-Generation: Ndom = N · 3/4, Nrez = N · 1/4.
- Ndom — Dominante Nachkommen
- Nrez — Rezessive Nachkommen
- N — Gesamtnachkommen
Worum geht es?
Beim monohybriden Erbgang wird ein einzelnes Merkmal mit zwei Allelvarianten verfolgt. Kreuzt man heterozygote Eltern (Aa × Aa), so erscheint in der F2-Generation der dominante Phänotyp dreimal so häufig wie der rezessive — das klassische 3:1-Verhältnis Gregor Mendels.
Die Formel zählt einfach die theoretisch zu erwartenden Anteile aus den vier Kombinationen des Punnett-Quadrats (AA, Aa, Aa, aa) ab.
Die Formel
Ndom = N · 3 / 4
Nrez = N · 1 / 4
Umstellung:
N = Ndom · 4 / 3Die Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| Ndom | Dominante Nachkommen | — | Erwartete Anzahl mit dominantem Phänotyp. |
| Nrez | Rezessive Nachkommen | — | Erwartete Anzahl mit rezessivem Phänotyp. |
| N | Gesamtnachkommen | — | Gesamtanzahl der F2-Nachkommen. |
Minimal-Beispiel
In einer Kreuzung Aa × Aa entstehen 200 Nachkommen.
Ndom = 200 · 3 / 4 = 150
Nrez = 200 · 1 / 4 = 50Praxis-Beispiele
Beispiel 1 — Erbsen: gelb vs. grün
Mendel zählte bei Erbsensamen 7 324 Pflanzen in der F2. Erwartung:
Ndom = 7324 · 3 / 4 ≈ 5493 (gelb)
Nrez = 7324 · 1 / 4 ≈ 1831 (grün)Beispiel 2 — Drosophila: Flügelform
Bei 400 Fliegen aus einer monohybriden F2-Kreuzung erwartet man:
Ndom = 400 · 3 / 4 = 300 (Wildtyp)
Nrez = 400 · 1 / 4 = 100 (Vestigial)Beispiel 3 — Rückrechnung der Gesamtzahl
Aus 213 dominanten Phänotypen folgt die theoretische Gesamtzahl:
N = 213 · 4 / 3 = 284