PCR-Vervielfachung
Theoretische DNA-Verdopplung pro PCR-Zyklus: N = N0 · 2^n. Beschreibt die exponentielle Amplifikation ohne Effizienzverluste.
PCR-Vervielfachung berechnen
Theoretische DNA-Verdopplung pro PCR-Zyklus: N = N0 · 2^n. Beschreibt die exponentielle Amplifikation ohne Effizienzverluste.
- N — Endkopien
- N0 — Anfangskopien
- n — Zyklenzahl
Worum geht es?
Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) vervielfältigt eine DNA-Vorlage exponentiell. In jedem Zyklus aus Denaturierung, Annealing und Elongation wird die Anzahl der Kopien im Idealfall verdoppelt.
Diese Faustformel berücksichtigt keine Effizienzverluste — in der Realität liegt die Effizienz typischerweise bei 90–95 %, sodass eine korrigierte Form N = N0 · (1 + E)^n verwendet wird. Für Schul- und Studiums-Beispiele ist die ideale Verdopplung jedoch die richtige Grundlage.
Die Formel
N = N0 · 2^n
Umstellungen:
N0 = N / 2^n
n = log2(N / N0)Die Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| N | Endkopien | — | DNA-Kopien nach n Zyklen. |
| N0 | Anfangskopien | — | Ausgangsmenge an DNA-Vorlagen. |
| n | Zyklenzahl | — | Anzahl der durchgeführten PCR-Zyklen. |
Minimal-Beispiel
Start mit 100 DNA-Kopien, 10 Zyklen.
N = 100 · 2^10
= 100 · 1024
= 102 400 KopienPraxis-Beispiele
Beispiel 1 — Standard-Lauf mit 30 Zyklen
Aus einer Einzelkopie nach 30 Zyklen.
N = 1 · 2^30
≈ 1,07 · 10^9 Kopien
Aus einer einzigen DNA-Vorlage werden über eine Milliarde Kopien.Beispiel 2 — qPCR-Plateau bei 40 Zyklen
50 Anfangskopien, 40 Zyklen.
N = 50 · 2^40
≈ 5,5 · 10^13 KopienBeispiel 3 — Nötige Zyklen rückwärts
Wie viele Zyklen sind nötig, um aus 200 Kopien etwa 1 000 000 Kopien zu erzeugen?
n = log2(1 000 000 / 200)
= log2(5000)
≈ 12,3 Zyklen