Rezeptives Feld
Fläche des rezeptiven Feldes eines Sinnesneurons als Kreisfläche: Arf = π · r². Liefert eine quantitative Auflösungsgröße für Sinnesepithelien.
Rezeptives Feld berechnen
Fläche des rezeptiven Feldes eines Sinnesneurons als Kreisfläche: Arf = π · r². Liefert eine quantitative Auflösungsgröße für Sinnesepithelien.
- Arf — Rezeptive Feldfläche
- r — Radius
Worum geht es?
Das rezeptive Feld eines sensorischen Neurons ist jener Bereich an Haut, Retina oder Cochlea, in dem ein Reiz die Aktivität des Neurons beeinflusst. Näherungsweise wird es als Kreisfläche mit Radius r beschrieben.
Aus der Größe lassen sich Auflösung und Diskriminationsschwellen ableiten: Kleine rezeptive Felder (Fingerkuppe, Fovea) ermöglichen feine Zwei-Punkt-Diskrimination, große rezeptive Felder (Rücken, Retinaperipherie) hingegen nur grobe Lokalisation.
Die Formel
Arf = π · r²
Umstellung:
r = √(Arf / π)Die Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| Arf | Rezeptive Feldfläche | mm² | Fläche des rezeptiven Feldes. |
| r | Radius | mm | Radius der angenäherten Kreisfläche. |
Minimal-Beispiel
Fingerkuppe, r = 1 mm:
Arf = π · r²
= π · 1²
≈ 3,14 mm²Praxis-Beispiele
Beispiel 1 — Schule: Rückenhaut
Auf dem Rücken haben Mechanorezeptoren rezeptive Felder mit r ≈ 25 mm.
Arf = π · 25²
= π · 625
≈ 1963 mm²Beispiel 2 — Labor: Retinaperipherie
Ganglienzellen am Rand der Retina decken r ≈ 0,5 mm der Netzhaut ab.
Arf = π · 0,5²
= π · 0,25
≈ 0,785 mm²Beispiel 3 — Rückwärts: Radius aus Fläche
Aus einer elektrophysiologischen Kartierung ergibt sich Arf ≈ 12,57 mm².
r = √(Arf / π)
= √(12,57 / π)
= √4
= 2 mm