Theoretische Ausbeute
Theoretische Ausbeute aus Stoffmenge und molarer Masse: m_soll = n · M. Maximale Produktmasse, die rechnerisch zu erwarten wäre.
Theoretische Ausbeute berechnen
Theoretische Ausbeute aus Stoffmenge und molarer Masse: m_soll = n · M. Maximale Produktmasse, die rechnerisch zu erwarten wäre.
- m_soll — Theoretische Masse
- n — Stoffmenge
- M — Molare Masse
Was ist die theoretische Ausbeute?
Die theoretische Ausbeute m_soll ist die Produktmasse, die bei vollständiger Umsetzung der limitierenden Komponente und ohne Verluste rechnerisch zu erwarten wäre. Sie ergibt sich direkt aus der erwarteten Stoffmenge n des Produkts und seiner molaren Masse M.
Sie ist der Sollwert, an dem sich die tatsächliche Ausbeute m_ist und damit die prozentuale Ausbeute messen lassen.
Die Formel
m_soll = n · M
Umstellungen:
n = m_soll / M
M = m_soll / nDie Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| m_soll | Theoretische Masse | g | Theoretisch erwartete Produktmasse. |
| n | Stoffmenge | mol | Stoffmenge des Produkts laut Reaktion. |
| M | Molare Masse | g/mol | Molare Masse des Produkts. |
Minimal-Beispiel
Aus einer Reaktion sollen 0,20 mol Acetylsalicylsäure (M = 180,16 g/mol) entstehen.
m_soll = n · M
= 0,20 mol · 180,16 g/mol
≈ 36,03 gPraxis-Beispiele
Beispiel 1 — Schule: Kupfer aus Kupferoxid
Bei der Reduktion entstehen rechnerisch 0,050 mol Kupfer (M = 63,546 g/mol).
m_soll = 0,050 mol · 63,546 g/mol
≈ 3,177 gBeispiel 2 — Labor: Estersynthese
Aus 0,10 mol Säurekomponente entstehen stöchiometrisch 0,10 mol Essigsäureethylester (M = 88,11 g/mol).
m_soll = 0,10 mol · 88,11 g/mol
≈ 8,811 gBeispiel 3 — Industrie: Ammoniak-Synthese
Eine Charge liefert rechnerisch 1500 mol NH₃ (M = 17,031 g/mol).
m_soll = 1500 mol · 17,031 g/mol
≈ 25 547 g
≈ 25,55 kg