/ Impedanz & Reaktanz
Bandbreite
3-dB-Bandbreite eines Schwingkreises: B = f₀ / Q. Höhere Güte ergibt schmalere Bandbreite und schärfere Selektion.
01 · Eingabe
Bandbreite berechnen
3-dB-Bandbreite eines Schwingkreises: B = f₀ / Q. Höhere Güte ergibt schmalere Bandbreite und schärfere Selektion.
Lösen für
- B — Bandbreite
- f0 — Resonanzfrequenz
- Q — Gütefaktor
B = f₀ / Q
f₀ = B · Q
Q = f₀ / B
Hz
Hz
Worum geht es?
Die Bandbreite B ist der Frequenzbereich um die Resonanzfrequenz f₀, in dem die Amplitude nicht mehr als 3 dB (Faktor 1/√2 ≈ 0,707) unter den Maximalwert fällt. Sie ist das praktische Maß für die Selektivität eines Schwingkreises.
Die Beziehung B = f₀ / Q ist universell für Reihen- und Parallelschwingkreise: Höhere Güte bedeutet schmalere Bandbreite. Verdopplung von Q halbiert B.
Die Formel
B = f₀ / Q
Umstellungen:
f₀ = B · Q
Q = f₀ / BDie Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| B | Bandbreite | Hz | 3-dB-Bandbreite um die Resonanzfrequenz. |
| f₀ | Resonanzfrequenz | Hz | Resonanzfrequenz des Schwingkreises. |
| Q | Gütefaktor | — | Gütefaktor des Schwingkreises. |
Minimal-Beispiel
f₀ = 1 MHz, Q = 100.
B = 10⁶ / 100
= 10 kHzPraxis-Beispiele
Beispiel 1 — Schmalbandiger AM-Empfangskreis
f₀ = 1 MHz, Q = 200.
B = 10⁶ / 200
= 5 kHz
Reicht für AM-Sprache, schneidet aber HiFi-Audio ab.Beispiel 2 — Breitbandiger Filter
f₀ = 10 MHz, Q = 10.
B = 10·10⁶ / 10
= 1 MHzBeispiel 3 — Q aus Messung
Gemessen: f₀ = 455 kHz, B = 9 kHz (typischer ZF-Filter).
Q = f₀ / B
= 455 000 / 9 000
≈ 50,6