Scheinleistung
Scheinleistung im Wechselstromkreis: S = U · I. Geometrische Summe aus Wirk- und Blindleistung (S² = P² + Q²).
Scheinleistung berechnen
Scheinleistung im Wechselstromkreis: S = U · I. Geometrische Summe aus Wirk- und Blindleistung (S² = P² + Q²).
- S — Scheinleistung
- U — Spannung
- I — Strom
Worum geht es?
Die Scheinleistung S ist das Produkt aus Effektivspannung und Effektivstrom. Sie umfasst sowohl die nutzbare Wirkleistung als auch die pendelnde Blindleistung und wird in Voltampere (VA) angegeben.
Zusammen mit Wirkleistung P und Blindleistung Q bildet die Scheinleistung das Leistungsdreieck: S² = P² + Q². Sie ist die Größe, nach der Trafos, Generatoren und Leitungen dimensioniert werden — denn diese müssen den gesamten Strom führen, unabhängig davon, ob er „echt arbeitet" oder nur pendelt.
Die Formel
S = U · I
Leistungsdreieck:
S² = P² + Q²
Umstellungen:
U = S / I
I = S / UDie Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| S | Scheinleistung | VA | Produkt aus U und I. |
| U | Spannung | V | Effektivwert der Spannung. |
| I | Strom | A | Effektivwert des Stroms. |
Minimal-Beispiel
Ein Verbraucher zieht an 230 V einen Effektivstrom von 8 A.
S = U · I
= 230 V · 8 A
= 1840 VA = 1,84 kVAPraxis-Beispiele
Beispiel 1 — Trafo-Dimensionierung
Eine Anlage hat P = 12 kW Wirkleistung und Q = 9 kvar Blindleistung.
S = √(P² + Q²)
= √(12² + 9²) kVA
= √(144 + 81) kVA
= √225 kVA
= 15 kVABeispiel 2 — Strom aus Scheinleistung
Ein 25-kVA-Trafo liefert sekundärseitig 400 V.
I = S / U
= 25000 VA / 400 V
= 62,5 ABeispiel 3 — Auslastung eines Generators
Ein 50-kVA-Generator wird mit P = 35 kW und Q = 20 kvar betrieben.
S = √(35² + 20²) kVA
= √(1225 + 400) kVA
≈ 40,3 kVA
Auslastung = 40,3 / 50 ≈ 80,6 %