Invertierender Verstärker
Spannungsverstärkung des invertierenden Operationsverstärkers: V = −R₂ / R₁. Das Vorzeichen kehrt die Eingangsspannung um.
Invertierender Verstärker berechnen
Spannungsverstärkung des invertierenden Operationsverstärkers: V = −R₂ / R₁. Das Vorzeichen kehrt die Eingangsspannung um.
- V — Verstärkung
- R2 — Rückkopplungswiderstand
- R1 — Eingangswiderstand
Worum geht es?
Der invertierende Verstärker ist die wohl bekannteste Grundschaltung des Operationsverstärkers. Das Eingangssignal wird über R₁ auf den invertierenden Eingang geführt, der nichtinvertierende Eingang liegt auf Masse. R₂ schließt die Gegenkopplung vom Ausgang zurück.
Die Verstärkung hängt nur vom Verhältnis R₂ / R₁ ab — die offene Verstärkung des OPV selbst kürzt sich heraus. Das Vorzeichen ist negativ: Eine positive Eingangsspannung erzeugt eine negative Ausgangsspannung.
Die Formel
V = -R₂ / R₁
Umstellungen:
R₂ = -V · R₁
R₁ = -R₂ / VDie Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| V | Verstärkung | — | Spannungsverstärkung (immer negativ). |
| R₂ | Rückkopplungswiderstand | Ω | Vom Ausgang zum invertierenden Eingang. |
| R₁ | Eingangswiderstand | Ω | Vom Signal zum invertierenden Eingang. |
Minimal-Beispiel
R₁ = 10 kΩ, R₂ = 100 kΩ.
V = -R₂ / R₁
= -100 kΩ / 10 kΩ
= -10Praxis-Beispiele
Beispiel 1 — Mikrofonvorverstärker
Ein Elektretmikrofon liefert 10 mV, gewünscht sind 1 V am Ausgang. R₁ = 1 kΩ.
V = U_out / U_in = -1 V / 0,01 V = -100
R₂ = -V · R₁ = 100 · 1 kΩ
= 100 kΩBeispiel 2 — Pegelumkehr für Regelschleife
Aus einem 0…+5-V-Sensorsignal soll ein 0…−5-V-Signal werden (V = −1). R₁ = 22 kΩ.
R₂ = -V · R₁
= 1 · 22 kΩ
= 22 kΩBeispiel 3 — Definierte Verstärkung von −47
Geforderte Verstärkung V = −47, gewählt R₂ = 47 kΩ.
R₁ = -R₂ / V
= -47 kΩ / -47
= 1 kΩ