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Gegeninduktivität

Gegeninduktivität zweier gekoppelter Spulen: M = k · √(L₁ · L₂). Der Kopplungsfaktor k liegt zwischen 0 (keine Kopplung) und 1 (ideal).

Gegeninduktivität
01 · Eingabe

Gegeninduktivität berechnen

Gegeninduktivität zweier gekoppelter Spulen: M = k · √(L₁ · L₂). Der Kopplungsfaktor k liegt zwischen 0 (keine Kopplung) und 1 (ideal).

Lösen für
M = k · (L1 · L2)
H
H

Worum geht es?

Wenn zwei Spulen so angeordnet sind, dass sich ihre Magnetfelder gegenseitig durchsetzen, sind sie magnetisch gekoppelt. Eine Stromänderung in der einen Spule induziert dann eine Spannung in der anderen — das Grundprinzip jedes Transformators.

Die Stärke der Kopplung beschreibt der Kopplungsfaktor k zwischen 0 (keine Kopplung) und 1 (ideale Kopplung, gesamter Fluss durchsetzt beide Spulen).

Die Formel

Formel Gegeninduktivität
M = k · √(L₁ · L₂)

Umstellungen:
    k  = M / √(L₁ · L₂)
    L₁ = M² / (k² · L₂)
    L₂ = M² / (k² · L₁)

Die Variablen

SymbolBedeutungEinheitErklärung
MGegeninduktivitätHWechselseitige Induktivität der beiden Spulen.
kKopplungsfaktorKopplungsgrad zwischen 0 und 1.
L₁Induktivität 1HErste Spule (Primärseite).
L₂Induktivität 2HZweite Spule (Sekundärseite).

Minimal-Beispiel

L₁ = 4 mH, L₂ = 9 mH, k = 0,8.

Rechnung M ausrechnen
M = k · √(L₁ · L₂)
  = 0,8 · √(0,004 · 0,009)
  = 0,8 · √(3,6 · 10⁻⁵)
  ≈ 0,8 · 6 mH
  ≈ 4,8 mH

Praxis-Beispiele

Beispiel 1 — Idealer Trafo

Bei k = 1 (eng gekoppelt, gemeinsamer Kern) ergibt sich die maximal mögliche Gegeninduktivität M = √(L₁ · L₂).

Beispiel 2 — Kopplungsfaktor messen

Aus gemessenem M = 2 mH bei L₁ = 10 mH und L₂ = 10 mH.

Rechnung k bestimmen
k = M / √(L₁ · L₂)
  = 0,002 / √(0,01 · 0,01)
  = 0,002 / 0,01
  = 0,2

Mit k = 0,2 ist die Kopplung lose — typisch für getrennt liegende Luftspulen.

Beispiel 3 — Streuinduktivität

Die nicht koppelnde Induktivität pro Wicklung beträgt (1 − k) · L. Bei k = 0,95 bleiben 5 % als Streuinduktivität, die in Schaltreglern Schwingungen verursachen kann.