/ IEEE 754 Gleitkomma

Maschinenepsilon (32 Bit)

Kleinster Abstand zur nächsten darstellbaren Zahl oberhalb von 1: eps = 2^(−Mantissenbits). Für Float32 ergibt sich 2^(−23) ≈ 1,19·10⁻⁷.

Maschinenepsilon (32 Bit)
01 · Eingabe

Maschinenepsilon (32 Bit) berechnen

Kleinster Abstand zur nächsten darstellbaren Zahl oberhalb von 1: eps = 2^(−Mantissenbits). Für Float32 ergibt sich 2^(−23) ≈ 1,19·10⁻⁷.

Lösen für
eps = 2^(−Mantissenbits)
Bit

Worum geht es?

Das Maschinenepsilon beschreibt die kleinste positive Zahl eps, für die noch 1 + eps > 1 gilt. Anschaulich: der relative Abstand zur nächsten darstellbaren Gleitkommazahl in der Umgebung von 1. Für IEEE-754-Formate ergibt es sich direkt aus der Mantissenbreite:

Bei Float32 mit 23 Mantissenbits gilt eps = 2⁻²³ ≈ 1,19·10⁻⁷. Das ist die übliche Genauigkeitsgrenze für relative Fehler — alles darunter geht in der Rundung unter.

Die Formel

Formel Maschinenepsilon
eps = 2^(−Mantissenbits)

Umstellung:
    Mantissenbits = −log₂(eps)

Die Variablen

SymbolBedeutungEinheitErklärung
MantissenbitsMantissenbitsBitAnzahl Mantissenbits (23 bei Float32).
epsMaschinenepsilonKleinstes eps mit 1 + eps > 1 darstellbar.

Minimal-Beispiel

Float32 hat 23 Mantissenbits.

Rechnung eps Float32
eps = 2^(−23)
    ≈ 1,1920929 · 10⁻⁷

Praxis-Beispiele

Beispiel 1 — Anzahl signifikanter Dezimalstellen

Aus eps lassen sich die typischen 7 Dezimalstellen ablesen:

Rechnung Dezimalstellen
−log₁₀(eps) = −log₁₀(2⁻²³)
            = 23 · log₁₀(2)
            ≈ 6,92
→ ca. 7 signifikante Dezimalstellen

Beispiel 2 — Mantissenbreite aus eps zurückrechnen

Gegeben eps = 1,1921·10⁻⁷:

Rechnung Mantissenbits
Mantissenbits = −log₂(1,1921 · 10⁻⁷)
              ≈ 23

Beispiel 3 — Vergleichsschwelle in Algorithmen

Iterative Verfahren brechen oft ab, wenn |Δx| < eps · |x|. Bei Float32 sollte die Schwelle nicht unter 2⁻²³ gewählt werden — kleinere Werte sind durch Rundungsfehler nicht mehr unterscheidbar.

Rechnung Abbruchschwelle
Schwelle ≈ 10 · eps
         ≈ 10 · 2⁻²³
         ≈ 1,19 · 10⁻⁶