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Maschinenepsilon (64 Bit)

Maschinenepsilon für Double Precision: eps = 2^(−Mantissenbits). Mit 52 Mantissenbits ergibt sich 2^(−52) ≈ 2,22·10⁻¹⁶.

Maschinenepsilon (64 Bit)
01 · Eingabe

Maschinenepsilon (64 Bit) berechnen

Maschinenepsilon für Double Precision: eps = 2^(−Mantissenbits). Mit 52 Mantissenbits ergibt sich 2^(−52) ≈ 2,22·10⁻¹⁶.

Lösen für
eps = 2^(−Mantissenbits)
Bit

Worum geht es?

Float64 hat 52 Mantissenbits und damit ein Maschinenepsilon von 2⁻⁵² ≈ 2,22·10⁻¹⁶. Das ist die Untergrenze des relativen Rundungsfehlers für jede arithmetische Grundoperation in Double Precision — die Grundlage praktisch aller numerischen Genauigkeitsabschätzungen in wissenschaftlichen Anwendungen.

Mit etwa 15–17 signifikanten Dezimalstellen ist Double für die meisten Ingenieur- und Naturwissenschafts-Workloads ausreichend. Erst bei stark fehlerverstärkenden Algorithmen (schlecht konditionierte lineare Systeme, lange Summen) wird es eng.

Die Formel

Formel Maschinenepsilon
eps = 2^(−Mantissenbits)

Umstellung:
    Mantissenbits = −log₂(eps)

Die Variablen

SymbolBedeutungEinheitErklärung
MantissenbitsMantissenbitsBitAnzahl Mantissenbits (52 bei Float64).
epsMaschinenepsilonKleinstes eps mit 1 + eps > 1 darstellbar.

Minimal-Beispiel

Float64 hat 52 Mantissenbits.

Rechnung eps Float64
eps = 2^(−52)
    ≈ 2,220446 · 10⁻¹⁶

Praxis-Beispiele

Beispiel 1 — Signifikante Dezimalstellen

Rechnung Dezimalstellen
−log₁₀(2⁻⁵²) = 52 · log₁₀(2)
             ≈ 15,65
→ ca. 15–16 signifikante Dezimalstellen

Beispiel 2 — Vergleich zu Float32

Vergleich Float32 vs. Float64
Float32: eps = 2⁻²³ ≈ 1,19 · 10⁻⁷
Float64: eps = 2⁻⁵² ≈ 2,22 · 10⁻¹⁶
Verhältnis: 2²⁹ ≈ 5,4 · 10⁸

Beispiel 3 — Numerische Genauigkeitsgrenze einer Summe

Eine Summe von N gleich großen Double-Zahlen verliert im worst case etwa N · eps an relativer Genauigkeit. Bei N = 10⁹:

Rechnung Summenfehler
Fehler ≈ N · eps
       = 10⁹ · 2,22 · 10⁻¹⁶
       ≈ 2,22 · 10⁻⁷