BCD-Kodierung
Binary Coded Decimal: pro Dezimalstelle werden vier Bits verwendet. Bits = Dezimalstellen · 4.
BCD-Kodierung berechnen
Binary Coded Decimal: pro Dezimalstelle werden vier Bits verwendet. Bits = Dezimalstellen · 4.
- Bits — BCD-Bits
- Dezimalstellen — Dezimalstellen
Worum geht es?
Binary Coded Decimal (BCD) kodiert jede Dezimalziffer einzeln mit vier Bits. Die Ziffer 7 wird zu 0111, die Ziffer 3 zu 0011 — die Zahl 73 wird also zu 0111 0011 (zwei Nibbles, ein Byte).
BCD ist weniger speichereffizient als reines Binär (16 von 256 möglichen Nibble-Mustern bleiben ungenutzt), dafür aber exakt für dezimale Bruchteile und sehr gut für Sieben-Segment-Anzeigen geeignet. Klassische Anwendungsgebiete sind Taschenrechner, Zähler, EAN-Strichcodes und Echtzeit-Uhren (RTCs).
Die Formel
Bits = Dezimalstellen · 4
Umstellung:
Dezimalstellen = Bits / 4Die Variablen
| Symbol | Bedeutung | Einheit | Erklärung |
|---|---|---|---|
| Dezimalstellen | Dezimalstellen | — | Anzahl der zu kodierenden Dezimalziffern. |
| Bits | BCD-Bits | Bit | Resultierende Bitbreite. |
Minimal-Beispiel
Wie viele Bits für 6 Dezimalstellen?
Bits = 6 · 4
= 24 BitPraxis-Beispiele
Beispiel 1 — Dreistelliger Zähler
Eine Anzeige soll 0–999 darstellen:
Bits = 3 · 4
= 12 BitBeispiel 2 — Vergleich BCD vs. reines Binär
Acht Dezimalstellen (z. B. EAN-8):
BCD: 8 · 4 = 32 Bit
Binär: ⌈log₂(10⁸)⌉
≈ 27 Bit
Overhead: 5 Bit (≈ 19 %)Beispiel 3 — RTC-Register
Eine Echtzeit-Uhr speichert Stunden (00–23) in BCD: zwei Dezimalstellen → 8 Bit (= ein Byte). Sechs Werte pro Nibble (10–15) bleiben ungenutzt und gelten als verbotene BCD-Pseudoziffern.