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Lupenvergrößerung

Vergrößerung einer Lupe bezogen auf die deutliche Sehweite s₀ = 0,25 m: V = 0,25 / f. Eine Lupe mit f = 5 cm hat damit V = 5.

Lupenvergrößerung
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Lupenvergrößerung berechnen

Vergrößerung einer Lupe bezogen auf die deutliche Sehweite s₀ = 0,25 m: V = 0,25 / f. Eine Lupe mit f = 5 cm hat damit V = 5.

Lösen für
V = 0,25 / f
m

Was beschreibt die Lupenvergrößerung?

Eine Lupe ist eine einfache Sammellinse, mit der man kleine Gegenstände aus großer Nähe scharf betrachtet. Als Maß dient die Winkelvergrößerung im Vergleich zur deutlichen Sehweite s₀ = 25 cm — dem normierten Mindestabstand, in dem ein gesundes Auge unangestrengt scharf sehen kann.

V = s₀ / f = 0,25 m / f

Eine Lupe mit f = 5 cm hat damit V = 5 (Beschriftung „5×"). Je kürzer die Brennweite, desto stärker die Vergrößerung.

Die Formel

Formel Lupenvergrößerung
V = 0,25 / f      (f in Metern)

Umstellung:
    f = 0,25 / V

Bezugssehweite s₀ = 0,25 m = 25 cm

Gilt für das im Brennpunkt platzierte Objekt (entspanntes Auge, Bild im Unendlichen). Wird der Gegenstand näher gehalten (g < f), ist die Vergrößerung um 1 höher: V = s₀/f + 1.

Die Variablen

SymbolBedeutungEinheitErklärung
VVergrößerung-Winkelvergrößerung gegenüber s₀.
fBrennweitemBrennweite der Lupenlinse.

Minimal-Beispiel

Standardlupe mit f = 0,05 m (5 cm):

Rechnung 5-cm-Lupe
V = 0,25 / 0,05
  = 5

Eine 5×-Lupe — das übliche Format für Briefmarken oder kleine Schriftproben.

Praxis-Beispiele

Beispiel 1 — Uhrmacher-Lupe

Eine klassische Augenlupe für Uhrmacher hat f = 25 mm:

Rechnung Uhrmacher
V = 0,25 / 0,025
  = 10

Damit lassen sich Federzapfen und Steinlager bequem prüfen.

Beispiel 2 — Brennweite zu gewünschter Vergrößerung

Welche Brennweite braucht eine 20×-Lupe?

Rechnung 20×-Lupe
f = 0,25 / V
  = 0,25 / 20
  = 0,0125 m
  = 12,5 mm

Sehr kurze Brennweite bedeutet auch sehr kleines Sichtfeld — ab etwa 20× wird ein Mikroskop praktischer.

Beispiel 3 — Leselupe

Eine Standard-Leselupe mit f = 100 mm (Hand-Leselupe):

Rechnung Leselupe
V = 0,25 / 0,10
  = 2,5

Ausreichend für das Lesen feiner Drucksachen, mit großem Bildfeld.

Beispiel 4 — Briefmarken-Lupe (Achromat)

Sammlerlupen werden oft mit 8× geliefert:

Rechnung 8× Briefmarkenlupe
f = 0,25 / 8
  ≈ 0,03125 m
  ≈ 31 mm

Beispiel 5 — Juwelier-Lupe

Eine Juwelier-Lupe mit f = 1/12 m erlaubt:

Rechnung Juwelier 12×
V = 0,25 / (1/12)
  = 0,25 · 12
  = 3,0   ← falsch geprüft!

Korrekt mit f = 0,025 m (25 mm):
    V = 0,25 / 0,025
      = 10

Im Schmuckhandel hat sich die 10×-Lupe als Standard durchgesetzt — sie zeigt Einschlüsse, ohne dass das Sichtfeld zu klein wird.